Montag, 12. April 2010

Aus einem gottlosen Land voll Nazis




Ein Blick auf drei von vier Kirchen der Kleinstadt Greifswald / Foto: A. Platzek
GREIFSWALD (wissenrockt/hpd) Kirchenfern, gottlos und Kernland der rechtsradikalen Szene Deutschlands. Das sind gängige Bilder vom nordöstlichsten deutschen Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern. Hier gibt es, wie überall in den neuen Bundesländern außerhalb der Metropole Berlin, kaum Humanistische Verbände, deren Größe politisch und gesellschaftlich eine Rolle spielt.



In bisher nur drei Ländern sind Verbände des HVD vorhanden und mindestens zwei davon müssen sich als bedeutungslos beurteilen lassen. GBS-nahe Gruppen sind ebenfalls fast nicht präsent. Ein Erfahrungsbericht über die Schwierigkeiten, religionsfreie Menschen zu vernetzen und warum die Idee des säkularen Humanismus trotz Kirchenferne in dieser Region besonders schlecht verfängt, nach ausführlichen Beobachtungen in Mecklenburg-Vorpommern.

Glaube, politische Religionen und fehlende Kritik
Ein weit verbreiteter Irrtum muss zuerst nochmals widerlegt werden: Kirchenferne ist kein Indiz für die Freiheit vom Glauben und religiösen Vorstellungen. Sowenig, wie andernorts eine starke Präsenz von Religion verlässlicher Garant für die dementsprechende Entwicklung der damit konfrontierten Menschen ist. Hunderte Begegnungen und Gespräche ergaben den vorläufigen Schluss, dass sich Glaube trotz absolut religionsfreier und kirchenferner Sozialisation und Erziehung entwickeln kann. Glaube, so ein vorläufiges Fazit, ist allgegenwärtig oder – wenn man so will – ubiquitär. Persönliche Schätzungen belaufen darauf hinaus, etwa die Hälfte Menschen hierzulande als gläubig zu bezeichnen.

Auch “religionsfrei” ist trotz der Tatsache, dass weniger als ein Viertel der Bevölkerung MVs Mitglieder der Kirche sind, kein Merkmal, welches für die Gesamtheit oder auch nur die Mehrheit der so genannten “Konfessionslosen” vergeben werden könnte. Dabei ließ sich bisher zwischen drei Gruppen religiöser Menschen unterscheiden: Die eine Gruppe ist trotz fehlender Kirchenmitgliedschaft in dem Sinne religiös, dass sie aus ihrem Glauben an eine der sinnlichen Wahrnehmung sich entziehenden Instanz oder Macht praktische Entscheidungsmaßstäbe und Handlungsvorgaben ableiten. Es sind, anschaulicher gesprochen, Christen ohne Taufschein.

Die andere, zahlenmäßig bedeutsame und teilweise politisch relevante Gruppe sind die Anhänger politischer Ideologien. Trotz eines relativ weit verbreiteten Atheismus ist besonders bei den Sympathisanten der politischen “Linken” der Glaube an die sozialistisch-kommunistische “Heilslehre” stark verankert. Denn weder die Philosophien von Friedrich Hegel noch von Karl Marx wurden bisher einer grundlegenden, allgemeinverständlichen und öffentlich nachhaltigen Kritik (wie etwa von Karl Popper, dem Begründer des kritischen Rationalismus) unterzogen. Die Überzeugungen vieler Menschen sind daher von einer politischen Ideologie geprägt, welche mit absolutem Wahrheitsanspruch verinnerlicht worden ist. Auch Kulturrelativismus ist hier anzutreffen, der sich vereinzelt bereits bis in politisch weniger fundamentalistische Gruppen der akademischen Jugend erstreckt.

Ähnlich geht es der letzten Gruppe, deren mehrheitlich nicht-akademischen Mitglieder es aus den verschiedensten Gründen an einer Sympathie für die sozialistisch-kommunistische Ideologie mangelt. Auf der instinktiven Suche nach ethischen und weltanschaulichen Bezügen und dem Wunsch nach absoluten Fixpunkten sind nationalsozialistisch-rassistische Ideologien ebenfalls verhältnismäßig weit verbreitet. Über die philosphischen Schwächen und gesellschaftlichen Ursachen muss hier nichts weiter gesagt werden. Allerdings sind auch diese als Welt- und Menschenbild prägende Ideologien mit absolutem Wahrheitsanspruch und sich gegen Kritik immunisierenden Mechanismen zu erwähnen und sogar im bürgerlichen Lager bemerkenswert häufig anzutreffen.

Eine relevante Rolle spielt für die politisch-religiösen Menschen vielleicht auch die Geschichte der kontinentaleuropäischen Philosophie, die vielfach stark metaphysisch geprägt war und zu einer großen Offenheit gegenüber derartigen Ideen geführt hat. Eine grundlegende Skepsis und eine bewusste kritische Distanz zu metaphysischen Annahmen hat vermutlich nur ein Bruchteil aller Menschen verinnerlicht. Eine dementsprechende Sparsamkeit im Umgang mit solchen Annahmen ist nur in Einzelfällen anzutreffen.

Wenig Probleme mit Kirchenpräsenz
Die Präsenz von Kirchen und Religion im Alltag ist vielfach noch gering. Aber auch der vielfach vertretenen Ansicht, dass dies ein Vorteil für die Offenheit und das Interesse an einem religionsfreien Humanismus wäre, muss der bisherigen Erfahrung nach entgegen getreten werden. Die Schwächung der Kirchen während des Sozialismus bis 1990 gereicht diesen heute vielfach sogar zum Vorteil. Denn während christliche “Hassprediger” wie die Bischöfe Walter Mixa oder Gerhard Müller, obskur erscheinende Moralvorstellungen oder einfach nur der Mangel an einem religionsfreien Kita-Platz den Menschen in kirchlich stärker geprägten Bundesländern auf Tritt und Schritt begegnen, bleiben all die unangenehmen Konfrontationen mit Religion im Alltag hierzulande einfach aus. Die überwiegend evangelischen Organisationen bieten insofern in der Öffentlichkeit eher eine positive Wahrnehmung anstatt Anstoß zu erregen, bloße Kenntnis der finanziellen Hintergründe kirchlicher Einrichtungen oder gar ein Problembewusstsein ist eigentlich nicht vorhanden.

Politisch ist die Kirchenpartei CDU vielerorts die bestimmende Kraft. Die Christlich Demokratische Union erhält breite Unterstützung in der bürgerlichen Mittelschicht, meist aufgrund solider Wirtschaftspolitik aber auch wegen der Tatsache, dass sie vielen als die “Partei der deutschen Wiedervereinigung” gilt. Ein Problembewusstsein der Wählerinnen und Wähler gegenüber den religiösen Grundlagen der Politik und negativen Konsequenzen daraus ist faktisch nicht vorhanden. Offener Atheismus und parteipolitisches Engagement werden nicht als widersprüchlich betrachtet. Die geflissentliche und beiläufige Berufung auf christliche Werte und Traditionen wird bewusst zurückhaltend eingesetzt und in der Regel unkritisch angenommen; schließlich teilweise auch trotz atheistischer Ferne zum Glauben oder zur Kirche repitiert. Eine kritische Haltung gegenüber der Kirchenpartei ist vielfach weder bei der FDP noch bei der SPD vorhanden, denn sie dient allenthalben als verlässlicher Koalitionspartner. Die Erkenntnis der quasi-religiösen Natur des Staatssozialismus der DDR ist praktisch überhaupt nicht vorhanden. Eine entsprechende, pauschale Schmähung religionsfreier Gesellschaftsentwürfe als “atheistisch” unter rhetorischem Einsatz von Begriffen wie “unmenschlich”, “menschenverachtend” oder “anti-religiös” erscheint der Zielgruppe plausibel.

Die Wende als Trauma
Der politisch-gesellschaftliche Systemwechsel hat eine bedeutende Gruppe Menschen, welche in der DDR aufgewachsen sind, traumatisiert. Es kann durchaus als quasi-fundamentale Kränkung des eigenen Vertrauens auf weltanschaulich umfassend ausgerichtete Ideengebäude betrachtet werden, welche zu einer tief sitzenden Skepsis und einem individualistischen Verhalten gegenüber den Angeboten und Vorschlägen eines weltlichen Humanismus geführt haben. Dies ist am ausgeprägtesten bei Menschen wahrnehmbar, die weder mit den politischen Ideologien noch mit sonstigen religiösen Vorstellungen sympathisieren.

Zusammen mit einer persönlichen Entwicklung ohne Konfrontation mit christlicher Religiösität und heute fehlender Kirchenpräsenz im Alltag erfährt man hier zwar einerseits viel grundsätzliche Zustimmung gegenüber den Grundzügen eines religionsfreien Humanismus, dem aber sehr oft großes Unverständnis gegenüber Sinn und Zweck gemeinschaftlicher Organisation und Interessenvertretung gegenübersteht.

Das Bewusstsein bei der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und sozialen Phänomenen und Ereignissen im Alltag bewegt sich oft nur noch auf der politischen Ebene, eine grundlegendere Betrachtungsebene und Selbstpositionierung findet kaum statt, mit entsprechenden Unterschieden bei den Sympathisanten von quasi-religiösen politischen Ideologien. Das vielfach als “Politik- oder Parteienverdrossenheit” bezeichnete Phänomen wird in einer Art Übertragung auch gegenüber weltanschaulichen Organisationen und Themen zum Ausdruck gebracht.

Thinktanks für Evangelisation und Strukturschwächen
Christliche Religiosität gilt teilweise auch wieder als Statussymbol, dass über parteipolitische Grenzen hinweg Identifikationen schafft. Hier gibt es keine konkurrenzfähigen Alternativen, denn ein religionsfrei-humanistisches Selbstverständnis als Gegenentwurf ist gesellschaftlich fast vollkommen unbekannt. Schließlich bietet die überwiegende Verbreitung der christlich-evangelischen Religion Möglichkeiten zu einer Liberalität, die andernorts nicht möglich wäre. Unterstützt wird sie durch Missionierungs-”Thinktanks” wie dem IEEG Greifswald, mit dessen Hilfe relativ erfolgreiche Konzepte zur Evangelisation des kirchenfernen Bundeslandes konzipiert und umgesetzt werden.

Auch das Verständnis der prinzipiellen Vereinbarkeit des Zustands “gläubig” und einer religionsfrei-humanistischen Weltanschauung muss als oftmals problematisch bezeichnet werden. Zum einen ist die genaue, jedoch bedeutende Differenzierung zwischen den Begriffen und die sich daraus ergebenden Schlüsse für viele Menschen absolut ungewohnt und auf Anhieb nicht leicht nachzuvollziehen. Zum anderen trifft sie bei Menschen mit klarer Entscheidung zum Atheismus auf starke Skepsis bis hin zu starker Ablehnung.

Zuletzt muss auch die Rolle der extrem dezentral konzentrierten und geringen Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern herausgestellt werden. Bei der Zusammenarbeit und gemeinsamen Entwicklung ist der persönliche Kontakt und direkte Umgang mit Menschen ein produktiver Faktor, der hier im Gegensatz zu Metropolregionen und auch anderen Flächenländern fast nicht wirken kann. Die Bevölkerungsdichte liegt mit 72 Einwohnern pro Quadratkilometer bei etwa einem Achtel der Nordrhein-Westfalens, bei weniger als der Hälfte von Bayern oder Niedersachsen und nur bei 2,6 Prozent der Bevölkerungsdichte in einer Großstadt wie Berlin.

Fazit
Die gemachten Beobachtungen können nicht alle als einzigartig betrachtet werden und treffen wahrscheinlich teilweise auf weitere oder sogar alle Bundesländer zu. Außerdem sind die erlangten Erkenntnisse nicht vollkommen repräsentativ, die meisten Betrachtungen und Schlüsse sind hoffentlich trotzdem nicht leicht von der Hand zu weisen. Insofern sind die Grundlagen für eine gesellschaftliche Etablierung eines säkularen Humanismus in Mecklenburg-Vorpommern unter den hier angesprochenen Gesichtspunkten mit die schlechtesten, obwohl die statistisch betrachtete Kirchenferne im ersten Eindruck auf etwas anderes schließen lässt.

Etwa 30 Prozent der 1,7 Millionen Einwohner leben in den Oberzentren Schwerin, Rostock, Neubrandenburg und Greifswald-Stralsund. Am ehesten können diese darum als vereinzelte Ausgangspunkte für die Entstehung gemeinschaftlich vernetzter Humanisten dienen, wobei die Existenz zweier Universitäten zusätzlich ein besonderes Potential zur Entwicklung bieten kann.

Arik Platzek



Mit freundlicher Genehmigung von wissenrockt.de

Was hilft es Tibet, wenn der Dalai Lama ein Superstar ist?

Was hilft es Tibet, wenn der Dalai Lama ein Superstar ist?
Vom 8. bis 11. April weilt der Dalai Lama in der Schweiz, ohne dass der Bundesrat Zeit fände, ihn zu empfangen. Das religiöse Oberhaupt der Tibeter sorgt weltweit für Eiertänze bei Politikern, die es mit China nicht verderben wollen. Für die Massen ist der Dalai Lama ein spiritueller Superstar. Doch was hat Tibet davon? Von Birte Vogel

Im Fahrtwind des zum Superstar hochstilisierten Dalai Lama, dessen Auftritte oft den Showcharakter grosser Pop-Events haben, wird allzu häufig eins vergessen: dass er nicht nur als Botschafter des buddhistischen Mittelwegs zu Besuch ist, sondern in erster Linie als ein Landesherr ohne Land, der seit Jahrzehnten verzweifelt um das Überleben seines Volkes und von dessen uralter Kultur kämpft. Die einzigen Mittel, die er dafür zur Verfügung hat, sind seine buddhistische Gelassenheit, sein Humor und hier und da ein klares Wort. Nichts, was die chinesischen Machthaber je erschüttern könnte. Doch dafür liebt ihn der Westen. Die Massen füllen Fussballstadien, um diesen unglaublich lebensfrohen Mönch sehen und hören zu können.

Seine umtriebige Heiligkeit
Buddhismus ist hip, schon seit Jahren. So sind auch Social Media und Web 2.0 längst keine Fremdwörter mehr für den Dalai Lama. Seit kurzem lässt Seine umtriebige Heiligkeit sogar twittern. Jenseits der virtuellen Welt folgen ihm scharenweise Prominente, allen voran der amerikanische Schauspieler und konvertierte Buddhist Richard Gere.

Man kennt ihn also, den Dalai Lama. Das ist nicht zu unterschätzen. Die meisten Tibet-Organisationen können so mit seinem Konterfei werben und Spenden für tibetische Flüchtlinge sammeln. Westliche Regierungschefs verharren zwar zitternd im Dauer-Kotau vor der säbelrasselnden Wirtschaftsmacht China, empfangen den Dalai Lama aber dennoch ab und zu in Hinter- und Nebenzimmern. Sie ziehen sich damit den Zorn der chinesischen Regierung zu, doch der verraucht erfahrungsgemäss schnell. Zu sehr braucht China die westlichen Märkte für den Export.

Doch was nützt all das den Menschen in Tibet? Man weiss kaum etwas über das, was dort geschieht, über den Alltag der Menschen und über ihr Leid. Man weiss nichts über ihr Gefühl der Entfremdung im eigenen Land, über den schleichenden Verlust der tibetischen Sprache und Kultur und nichts über die Ängste, den Frust und die Träume der jungen Generation.

Zum einen liegt das an der Abschottung des Landes durch die chinesischen Machthaber. Journalisten dürfen nur begrenzt aus Tibet berichten, wenn überhaupt. Und Tibeter riskieren oft Freiheit und Leben, wenn sie mit westlichen Medienvertretern sprechen – eine Verantwortung, die für seriöse Journalisten schwer zu tragen ist. Zum anderen liegt es daran, dass wir uns im wohlhabenden Westen allzu leicht mit den üblichen Klischees zufriedengeben. Denn was verbinden wir schon mit diesem kleinen Land? Zuerst den Dalai Lama, den Buddhismus, die Mönche. Und dann? Berglandschaften. Wandertouren. Und zuletzt vielleicht noch Heinrich Harrer und Brad Pitt. Über diese reduzierten Vorstellungen hinaus ist es nicht leicht, etwas über Tibet zu erfahren. Und je weniger wir erfahren, desto vager bleiben unsere Vorstellungen, desto eher verhaken wir uns im Klischee.

Die vielen Tibet-Organisationen haben meist keine andere Chance, als mit Hilfe des Stereotypen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch die Zeiten, in denen gestreute Mandalas, sagenhafte Landschaftsfotos und traditionelles tibetisches Gebäck zu traditionellen tibetischen Gesängen auf breites Interesse stiessen, sind längst vorbei. Woran das liegt, ist unklar. Ist Tibet nicht mehr exotisch genug? Dauert sein Kampf um ein selbstbestimmtes Überleben schon zu lange an? Gibt es zu viele Probleme auf dieser Welt, die scheinbar dringlicher gelöst werden müssten? Sind wir des Klischees überdrüssig? Oder nutzt sich der Superstar-Effekt des Dalai Lama langsam ab?

Facettenreiches Land
Die Anzahl der Versuche, fern der Klischees neues Interesse am heutigen, realen Tibet zu wecken, ist sehr übersichtlich. 2009 erschien ein Buch, das solches wagt, Alice Grünfelders Anthologie «Flügelschlag des Schmetterlings» (Unionsverlag), eine Sammlung von Erzählungen, Essays und Gedichten zeitgenössischer tibetischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Tibet, China und aus dem Exil. Hier offenbart sich ein facettenreiches Land, das eben nicht nur aus Mönchen besteht, sondern aus Menschen aus Fleisch und Blut und aus einer sich ständig verändernden Kultur zwischen Tradition und Moderne, die längst den Schimmer des Exotischen abgestreift hat und in der grellen Realität des Heute angekommen ist. Eines Heute, das von Youtube und Handys genauso geprägt ist wie von Unterdrückung und dem drohenden Verlust von Kultur und Sprache. Und doch findet sich auf dem Umschlagbild ein Mönch. «Man muss solche Klischees leider wie Angelhaken auswerfen», sagt Alice Grünfelder. Ein Mönch als Abziehbild eines geschundenen Landes, dessen Kultur unter chinesischer Herrschaft und unter den Augen des Westens zu musealer Bedeutung verkommt.

Davon müsste man endgültig loskommen, denn das Bild hinkt hinter den Realitäten her. Längst stehen nicht mehr nur die chinesischen Machthaber in der Kritik. Ausgerechnet die in China mit Publikationsverbot belegte Schriftstellerin Tsering Oeser findet schonungslose Worte für die junge, materialistische Tibetergeneration: «Wie war ich nur in die Gesellschaft dieser Männer geraten, die sich selbst als die zukünftigen Herren über Tibet sahen? Dieses Land ist ihre Heimat, doch nicht einmal diese lieben sie. Sind sie erst dann zufrieden, wenn sie alles ringsum in ein Schlachtfeld verwandelt haben?» Durch den Verlust von Sprache und Kultur wachsen in Tibet Generationen ohne eigene Identität heran. Sie fühlen sich fremd in ihrer Heimat und in ihren eigenen Traditionen. Und sie entgleiten dem befriedenden Einfluss des Dalai Lama, der machtlos zuschauen muss.

Tibet verschwindet. Und der Westen beschränkt sich wider besseres Wissen auf hohle Gesten. Daran hat auch der Status des Dalai Lama als Superstar nichts geändert.


Birte Vogel ist freie Journalistin, Autorin und Übersetzerin. Sie lebt in Wennigsen, Deutschland.

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Esquemas - Riscos e Moldes de Frivolite - PAP/Passo a Passo







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Quilt in Bild und Ton

Stichwörter: Lux Kino Quilt Patchwork

Luxkino zeigt Patchwork-Arbeiten und Film

Erstmals gibt es im Kino Lux eine Ausstellung von Patchwork-Arbeiten in Vebindung mit einer Filmaufführung. Der Kunst- und Stoffladen Patch & Work und die Saalequilter eröffnen im halleschen Kino Lux am 11. April 2010 um 17.30 Uhr die Ausstellung unter dem Titel "Ein amerikanischer Quilt". 18.00 Uhr folgt die Aufführung des gleichnamigen amerikanischen Films.

Die Ausstellung zeigt zwölf traditionelle Patchwork-Arbeiten mit typischen Farben und Mustern aus der Hand von acht Gestalterinnen. Ähnlich wie im Film erzählen die aufwändig gearbeiteten Unikate Geschichten aus dem Leben und symbolisieren die Verbindung von Familien und Generationen. Zu den Exponaten gehört auch ein Quilt, den Grit Weigmann vor sieben Jahren als Wettbewerbsbeitrag gestaltet hat. Er adaptiert ein Gemälde von Lionel Feininger. Der Quilt wurde 2005 zu einem von zehn Exponaten aus dem deutsch-sprachigen Raum auf der World Quilt Show gekürt und wurde über Monate an verschiedenen Orten in den USA gezeigt. Heute hängt er wieder in Halle und kann damit auch als "amerikanischer Quilt" bezeichnet werden.

In den USA ist die sehr populäre Patchwork-Kunst vor allem von Emigranten aus dem Elsass geprägt ist. In Deutschland ist Patchwork deutlich weniger populär, erfährt als Hobby mit hohem künstlerischen Anspruch aber wachsende Aufmerksamkeit. Ausstellung und Filmvorführung sollen die Handwerkskunst deshalb bekannter machen und auch die soziale und kulturelle Funktion des gemeinsamen Arbeitens an einem Quilt vorstellen. Die Saalequilter nutzen ihr Hobby selbst auch in vielfältiger Weise als soziales Engagement, zum Beispiel in der Herstellung von Quilts für Frühgeborene.

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